Juni – Juli 2026
Seit dem Frühsommer hat der PhoneBlock-Dongle einige größere Verbesserungen bekommen: den direkten Anschluss bei der Telekom, ein lokales Blockieren ohne ständige Serverabfrage, Statusmeldungen per E-Mail und mehr Einblick in das, was das Gerät gerade tut. Dieser Beitrag stellt die wichtigsten Neuerungen der Versionen 1.4.0 bis 1.5.1 vor. Die Updates spielt der Dongle wie gewohnt automatisch selbst ein – du musst nichts tun.
Direkter Anschluss bei der Telekom
Das größte Thema von Version 1.4.0: Der Dongle lässt sich jetzt auch direkt bei Anbietern wie der Deutschen Telekom betreiben, ohne dass eine Fritz!Box dazwischenhängen muss – und nimmt dort Spam-Anrufe tatsächlich entgegen.
Möglich macht das die verschlüsselte Sprachübertragung (SRTP). Anbieter wie die Telekom bieten ihre Sprachdaten nur verschlüsselt an und lehnen eine unverschlüsselte Antwort ab. Bisher registrierte sich der Dongle zwar, konnte aber nicht abheben – das Gespräch brach genau dann ab, wenn die Ansage starten sollte. Der Dongle handelt die Verschlüsselung jetzt automatisch aus: verschlüsselt, wenn der Anbieter es verlangt, unverschlüsselt im Heimnetz an der Fritz!Box. Es gibt nichts einzustellen – der Dongle wählt pro Anruf die richtige Betriebsart.
Schneller und ausfallsicherer blockieren
Das Herzstück von Version 1.5.0 ist der lokale Blocklisten-Cache. Statt bei jedem Anruf den Server zu fragen, lädt der Dongle die Community-Blockliste (und deine persönliche) einmal täglich in seinen eigenen Flash-Speicher und prüft Anrufer zuerst gegen diese lokale Kopie. Nur wenn dort noch kein Urteil vorliegt, fragt er live nach.
Das bringt zwei Vorteile: Anrufe werden schneller bearbeitet, und der Dongle blockiert Spam weiter, auch während einer kurzen Server- oder Internetstörung. Ein neuer Bereich „Blocklisten-Cache“ zeigt Zustand und letzte Aktualisierung, mit Ein-/Aus-Schalter, „Jetzt herunterladen“-Knopf und einem Schalter für die Bereichssperre. Beim Aktivieren eines Tokens startet sofort ein erster Download, sodass ein frisch eingerichteter Dongle innerhalb von Sekunden einsatzbereit ist.
Auch das Anrufprotokoll wurde aussagekräftiger: Die Spalte „Urteil“ unterscheidet jetzt sauber zwischen persönlicher Blacklist, Community-Block aus dem Cache und Live-Abfrage (z. B. „SPAM (3 direkt, 12 Range)“). Eine nicht bewertete Nummer heißt jetzt ehrlich „unbekannt” statt fälschlich „legitim“.
Statusmeldungen per E-Mail
Der Dongle kann dich jetzt über dein eigenes Mail-Konto (SMTP) auf dem Laufenden halten. Die Einrichtung funktioniert genauso, wie du ein E-Mail-Programm einrichtest: Mailserver, Benutzername und Passwort deines Anbieters eintragen, Absender und Empfänger festlegen – ein Test-Knopf prüft direkt, ob der Versand klappt. Danach bekommst du:
- Tägliche Statusmail mit der Liste aller Anrufe – jede Nummer verlinkt auf ihre Seite auf phoneblock.net, als sauber formatierte HTML-Mail.
- Fehlermeldungen, wenn etwas nicht stimmt.
- Update-Benachrichtigung nach einem Firmware-Update, mit der neuen Versionsnummer verlinkt auf den jeweiligen Änderungshinweis – so erfährst du, was sich geändert hat, ohne selbst nachsehen zu müssen.
Mehr Durchblick
Version 1.4.0 macht sichtbar, was im Dongle vorgeht:
- System-Ansicht mit freiem Speicher, interner Uhr, Zeitzone und CPU-Auslastung pro Aufgabe – ein unstabiles oder warmes Gerät lässt sich so auf einen Blick beurteilen.
- Live-Diagnoseprotokoll im Web-UI, das mitläuft, sodass sich ein sporadisches Problem beobachten lässt, während es passiert.
- Echte Zeitstempel („heute 14:32“, „gestern 13:42”) statt „vor 3 Min.“.
- Aufgeräumte Einstellungen mit einklappbaren Karten, damit Status und letzte Anrufe oben bleiben.
Kleinere Komfort-Neuerungen aus 1.5.0: Der Dongle findet jetzt auch WLANs mit verstecktem Namen (SSID), und ein Ruhemodus für die Status-LED lässt diese nur noch bei einem Problem leuchten – angenehm für ein Gerät im Wohnzimmer.
Sicherheit
Zwei wichtige Sicherheitsverbesserungen:
- Web-Oberfläche nur noch aus dem Heimnetz (1.5.0). War der Dongle versehentlich ins Internet freigegeben, konnte zuvor jeder seine Einstellungen ändern oder sogar Firmware aufspielen. Der Dongle antwortet jetzt standardmäßig nur noch Clients im eigenen Netz und weist Anfragen von außen ab; erst mit eingeschaltetem „Login mit PhoneBlock“ ist der Zugriff von überall möglich – dann aber nur mit gültiger Anmeldung. Dieselbe Regel schützt den Firmware-Upload.
- Abgesicherter Nachrichten-Parser (1.5.1). Eine ungewöhnlich große Netz-Nachricht konnte über das Ende des Antwortpuffers hinausschreiben und den Speicher beschädigen. Der Antwort-Baustein ist jetzt konstruktionsbedingt überlaufsicher.
Zuverlässigkeit und Feinschliff
Über alle Versionen hinweg wurde der Betrieb robuster: Der Dongle verliert seine Telekom-Registrierung nicht mehr nach etwa einer halben Stunde (1.4.0), startet nicht mehr per Watchdog neu, wenn die Provider-Verbindung wegbricht, sondern verbindet sich einfach neu (1.4.2), und prüft nach einem hängengebliebenen Anruf immer zuverlässig den nächsten (1.5.0). Mit 1.5.1 lädt das Dashboard außerdem spürbar schneller, weil die Weboberfläche jetzt komprimiert ausgeliefert wird (rund 204 KB → 53 KB) – das schafft nebenbei Platz im Firmware-Slot für künftige Versionen.
Alle Änderungen im Detail findest du in den Release Notes der jeweiligen Version im PhoneBlock-Repository.
Geiles Teil! Spam, Betrug usw… sind im Festnetz Geschichte 👍👍👍👍👍!